Die Ärztinnen und Ärzte des Vivantes Humboldt Klinikums beim Stethoskop-Check in Berlin-Reinickendorf

Bei Temperaturen von 35 Grad fand am 26. Juni 2026 in Berlin-Reinickendorf eine Stethoskop-Check-Aktion statt. Gemeinsam mit dem Vivantes Humboldt-Klinikum und dem Vivantes Klinikum Spandau wurde ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der Früherkennung von Herzklappenerkrankungen gesetzt.

Dr. Anna Brand sowie vier weitere Kardiologen führten die Untersuchungen vor Ort durch. Insgesamt ließen sich 65 Menschen per Stethoskop untersuchen.

Die Ergebnisse zeigen den hohen Bedarf an niedrigschwelligen Vorsorgeangeboten: Rund 80 Prozent der Teilnehmenden waren Frauen, während Männer das Angebot deutlich seltener nutzten. Bei etwa 15 Prozent der Untersuchten wurden auffällige Herzgeräusche festgestellt, die auf Herzklappenerkrankungen hinweisen können. Fünf Personen erhielten bereits am darauffolgenden Tag einen Termin zur weiterführenden kardiologischen Abklärung.

Die Aktion verdeutlicht, wie wirksam einfache Untersuchungsmethoden in der Früherkennung sein können. Bereits das Abhören mit dem Stethoskop kann erste Hinweise auf ernsthafte Erkrankungen liefern und eine frühzeitige Behandlung ermöglichen.

Als Patientenorganisation setzen wir uns dafür ein, das Bewusstsein für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu stärken und den Zugang zu Vorsorgeangeboten zu verbessern. Kooperationen mit medizinischen Einrichtungen wie den Vivantes-Kliniken sind dabei äußerst wertvoll.

Gesundheitspolitisch bleibt der Handlungsbedarf groß: Die Empfehlungen des Safe Hearts Plans sollten in Deutschland konsequent umgesetzt werden, um eine verlässliche Vorsorge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu stärken. Patientenorganisationen müssen dabei als wichtige Partner in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden – denn eine bessere Versorgung gelingt nur im Zusammenspiel aller Beteiligten.