Im Rahmen des internationalen Fachkongresses EuroPCR 2026 fand am 22. Mai 2026 die Fachveranstaltung „Beyond the diagnosis: a qualitative exploration of women’s experiences with cardiovascular disease“ (dt. „Jenseits der Diagnose: Eine qualitative Untersuchung der Erfahrungen von Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen“) statt, die vom Global Heart Hub organisiert wurde. Als Referent:innen wirkten Vijay Kunadian, Caroline Verhage, Susan Hennessy, Gabriela Ghisi und Wil Woan mit. Für die Initiative Herzklappe nahm Jens Näumann an der Veranstaltung teil.

Die Veranstaltung widmete sich den Erfahrungen von Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beleuchtete die Herausforderungen entlang des gesamten Versorgungspfades – von der Diagnosestellung bis hin zur kardialen Rehabilitation. Im Mittelpunkt standen qualitative Erkenntnisse aus Patientinnen-Daten, die wertvolle Einblicke in bestehende Versorgungslücken und Verbesserungspotenziale lieferten.

In seinem Beitrag hob Jens Näumann die zentrale Rolle von Patient:innenorganisationen hervor. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie die Stimme der Betroffenen hörbar machen und ihre Anliegen in Forschung, Versorgung und politische Entscheidungsprozesse einbringen. Gerade im Bereich der Frauengesundheit sind solche Perspektiven unverzichtbar, da medizinische Forschung und Versorgung historisch häufig an männlichen Normwerten ausgerichtet waren und frauenspezifische Gesundheitsfragen immer noch zu wenig Aufmerksamkeit erhalten.

Die Diskussion verdeutlichte, wie wichtig es ist, Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker in den Fokus von Forschung und Versorgung zu rücken. Die vorgestellten Erkenntnisse zeigten konkrete Herausforderungen im Behandlungsverlauf auf und lieferten wichtige Impulse für eine patientinnenorientierte und geschlechtersensible Gesundheitsversorgung.