Richtig hingehört

Bei der Untersuchung mit dem Stethoskop können bestimmte Herzgeräusche schon auf eine Herzklappenerkrankung hindeuten. Wir zeigen, worauf Ärzte achten sollten.

Hintergrund

Eine Herzklappenerkrankung verursacht ein charakteristisches Herzgeräusch, dass ein Arzt bereits durch das Abhören mit dem Stethoskops erkennen kann. Auf dieser Basis kann der Arzt eine erste Verdachtsdiagnose treffen.

Typischerweise lassen sich beim Abhören des Herzens mit einem Stethoskop bei jedem Herzschlag zwei Töne vernehmen – den ersten und den zweiten Herzton. Liegt eine Herzerkrankung vor, ist noch ein zusätzliches, auffälliges Herzgeräusch zu hören, das sich je nach Art der Herzerkrankung unterscheidet.

Die Herzgeräusche

Liegt ein auffälliges Herzgeräusch vor, ist dies ein deutlicher Hinweis auf eine Herz- bzw. Herzklappenerkrankung, so dass der Patient umgehend an einen Kardiologen überwiesen werden sollte. Als Arzt sollten Sie auf auffällige Herzgeräusche deshalb unbedingt achten.

Der normale Herzton:

  1. Ton: Anspannungston der Kammermuskulatur zu Beginn der Anspannungsphase,
    der sogenannten Systole
  2. Ton: Klappenschlusston der Kammermuskulatur zum Ende der Systole

Herzgeräusch bei Vorliegen einer Aortenklappenstenose:

Bei Vorliegen einer Aortenklappenstenose ist ein tieffrequentes, spindelförmiges Geräusch kurz nach dem ersten Herzton zu hören.